Rekultivierung

Kiesgruben und Steinbrüche werden oft als häßliche Wunden in der Landschaft empfunden. Wo Böden offengelegt werden und Kies abgebaut wird, verändert sich ein Landschaftsbild zweifellos. Doch sollte hierbei keineswegs übersehen werden, dass zwar ein bestehender Lebensraum vorübergehend zerstört, jedoch an gleicher Stelle später ein neuer geschaffen wird.

Oft ist zudem nicht bekannt, dass für den Kies- und Sandabbau nur sehr wenig Fläche in Anspruch genommen wird. Nach Schätzungen des Bundesverbandes der Kies- und Sandindustrie kommen für den zukünftigen Kies- und Sandabbau weniger als 1 Prozent der Fläche der Bundesrepublik in Frage. Momentan abgebaut wird sogar nur auf 0,004 % der Fläche Deutschlands! – Zum Vergleich: Allein die Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen nehmen in unserem Land mehr als 12 % der Gesamtfläche ein.

Die intensive landwirtschaftliche, industrielle und wohnbauliche Nutzung unserer Bodenflächen läßt zahlreichen Tier- und Pflanzenarten kaum noch Platz zum Überleben. Der Anteil der Kies- und Sandgruben ist demgegenüber mit 0,004 % Fläche verschwindend klein.

Dennoch bieten gerade diese vermeindlichen „Wunden“ in der Landschaft den Tier- und Pflanzenarten, die weder in landwirtschaftlichen Monokulturen noch in der Stadt überleben können, wertvolle Schlupfwinkel und ungestörten Lebensraum. Inzwischen ist sogar bewiesen, dass gerade die „Wunden“ des Kies- und Sandabbaues vielen Tier- und Pflanzenarten ein Refugium von unschätzbarem Wert bieten und einige Arten vor dem Aussterben bewahren. Manche Arten wie Kreuzkröte, Zauneidechse, Grabwespe oder Solitärbiene haben sich sogar auf Kiesgruben spezialisiert – auf ihren letzten ungestörten Zufluchtsort.

Wir kennen diese Vorteile unserer Gruben seit vielen, vielen Jahren. Deshalb war es uns schon immer wichtig, den Kies- und Sandabbau in Einklang mit Natur und Mensch zu gestalten. Dazu zählt auch die umweltgerechte Rekultivierung und Renaturierung der Abbauflächen, die so wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Durch unsere Rekultivierungsmaßnahmen kehrt nach erfolgtem Kies- und Sandabbau erfahrungsgemäß „mehr Natur“ zurück als vor dem Abbau vorhanden war.

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